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26 | 07 | 2017
Ostermarsch 2017 PDF Drucken
Donnerstag, den 09. Februar 2017 um 16:00 Uhr

Ostermarsch Mannheim 2017

Ostermarsch Mannheim 2017

Rund 500 Menschen gehen für Frieden und Abrüstung auf die Straße

Friedensplenum Mannheim und DFG-VK MA-LU haben unter dem Motto Sicherheit durch Abrüstung - Holt die Soldaten*innen aus den Kriegsgebieten zurück!" zum Ostermarsch aufgerufen und es beteiligten sich mehr Leute als in den Vorjahren. Nach einem Marsch durch die Innenstadt gab es auf dem Alten Messplatz eine Kundgebung.

Ostermarsch Mannheim 2017

 

Regina Hagen beim Ostermarsch Mannheim 2017; Foto B. Tomm-Bub

 

Kundgebung auf dem Alten Messplatz beim Ostermarsch 2017

Coleman-Kaserne freigeben

Auf der Schlusskundgebung auf dem Alten Messplatz sprachen Hedwig Sauer-Gürth für das Friedensplenum, Kerim Kurt vom Kurdischen Verein Mannheim-Ludwigshafen, Alev Bahadir von DIDF, Renate Wanie vom Heidelberger Friedensratschlag und Regina Hagen von der Kampagne atomwaffenfrei.de. In allen Reden wurde die militärische Aufrüstung kritisiert und stattdessen gefordert, dass Konflikte nicht militärisch sondern politisch und mit zivilen Mittel gelöst werden müssen. Sauer-Gürth wies darauf hin, dass sich das Friedensplenum und die DFG-VK für die Schließung des der Coleman-Kaserne im Mannheimer Norden einsetzen. Auf dem dortigen Militärareal werden mindestens 1.200 Militärfahrzeuge und 250 Panzer für den Ernstfall in Osteuropa bereitgehalten und gewartet. Mannheim dürfe nicht zur Drehscheibe für kommende Kriege werden.

Militärische Interventionen verschlimmern die Lage

Kerim Kurt wies auf die besondere Unterdrückung der kurdischen Menschen in der Türkei und in Syrien hin. Alev Bahadir sprach sich am Vortag des Referendums in der Türkei gegen die Bestrebungen für eine Präsidial-Diktatur aus. Sie forderte die Bundesregierung und die EU auf, die  Türkei unter Führung Erdogans nicht weiter zu unterstützen.

Renate Wanie zeigte auf, dass bei allen Konflikten der vergangenen Jahre – von Libyen, Irak bis Afghanistan und aktuell in Syrien – militärische Interventionen die Lage nicht verbessert sondern verschlimmert hätten. Auch die Bundesregierung würde immer mehr diese Strategie verfolgen. Statt Hilfe für die Menschen zu leisten würden Soldaten der Bundeswehr in Kriegseinsätze geschickt. Zivile Konfliktbearbeitung müsste wieder im Vordergrund stehen.

Atombomben abziehen - UN-Konferenz für ein Atomwaffenverbot

Regina Hagen ging auf die aktuelle Eskalation zwischen den USA und Nordkorea im Zusammenhang mit der atomaren Rüstung ein. Sie wies darauf hin, dass in Deutschland am Bundeswehrstandort Büchel immer noch Atomwaffen lagern. Es finden dort wieder Blockadeaktionen statt, um das Ziel durchzusetzen die Atomwaffen dot abziehen und diese weltweit zu vernichten. Sie rief dazu auf, diese von der Kampagne atomwaffenfrei.de organisierten Aktivitäten zu unterstützen. Eine deutliche Mehrheit von UNO-Mitgliedsstaaten hat es geschafft, dass eine UNO-Konferenz zum Verbot von Atomwaffen durchgeführt wird - gegen den Willen Atomwaffenstaaten und der NATO. Regina Hagen bezeichnete es als skandalös, dass die Bundesregierung gegen die Konferenz gestimmt hat und forderte sie auf ihre Haltung bis zur zweiten Konferenzphase zu ändern.

Medienecho

  • "Konflikte ohne Gewalt lösen" - Hunderte Teilnehmer beim Mannheimer Ostermarsch, Rhein-Neckar-Zeitung, 18.04.2017
  • Ostermarsch - Rund 220 Teilnehmer bei Demonstration am Samstag in der Innenstadt / Geld für soziale Projekte statt für Rüstung gefordert - Protest richtet sich gegen Militär auf Coleman, Mannheimer Morgen, 18.04.2017
  • In brenzliger Lage entschieden für Frieden, Beobachter News, 21.04.2017

Weiterführende Informationen

Rede von H. Sauer-Gürth beim Netzwerk Friedenskooperative
Rede von R. Hagen beim Netzwerk Friedenskooperative


Mit diesem Aufruf wurde für den Ostermarsch geworben

Aufruf zum Mannheimer Ostermarsch 2017

Ostermarsch Mannheim 2017

Für eine Welt ohne Krieg, Militär und Gewalt zum Flyer

Die Welt ist aus den Fugen geraten. Die Spannungen zwischen NATO und Russland können zum Krieg in Europa und weltweit eskalieren. Im Nahen Osten werden immer mehr Länder von Kriegen verwüstet. In Ostasien steigt die Kriegsgefahr. Der US-amerikanische Präsident Trump hat mit China einen neuen Feind ausgemacht.

Statt konsequent eine Politik der Deeskalation zu betreiben, setzt die Bundesregierung auf Ausbau und Einsatz der Bundeswehr. Die Bundeswehr soll weiterhin weltweit und grundgesetzwidrig im Innern eingesetzt werden. Aus „Solidarität mit den USA“ soll der deutsche Rüstungsetat und der der anderen EU-Staaten nahezu verdoppelt  werden.
Eine Abkehr von dieser Politik ist dringend geboten. Innerstaatliche und internationale Konflikte dürfen nicht mit Gewalt ausgetragen werden.

Für Frieden im Nahen Osten – gegen deutsche Kriegsbeteiligung

Kriege zerstören Afghanistan, Irak, Syrien, Libyen und Jemen. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Militärinterventionen und Angriffskriege, gleich von welcher Seite, hinterlassen Zerstörung und dauerhaften Krieg.
Die deutsche Beteiligung am Krieg in Syrien ist mindestens genauso sinnlos wie die vorher genannten Kriege.
Der Aufstieg des IS ist auch eine Folge jahrzehntelanger verfehlter Politik westlicher Staaten. Militäreinsätze, Waffenlieferungen sowie Unter-stützung diktatorischer Regime lösen die Konflikte nicht, sondern sie verschlimmern sie, erzeugen mehr Krieg und Terror.

Türkei: Keine Unterstützung des Despoten Erdogan

Das NATO-Bündnisland Türkei ist inzwischen selbst zu einem Problem-fall geworden. Sie destabilisiert mit militärischen Operationen die Nah-ostregion, unterdrückt die kurdische und oppositionelle Bevölkerung im eigenen Land und ist auf dem Weg zur Diktatur. Eine Türkei mit dem Despoten Erdogan an der Spitze darf deshalb nicht länger unterstützt werden.

Ukraine: Deeskalation und friedliche Konfliktbeilegung

Der Krieg in der Ost-Ukraine birgt noch immer die Gefahr einer Eskalation. USA, EU und Russland sind gefordert, gemeinsam friedliche Lösungen mit der Ukraine zu erarbeiten, die zu einer Deeskalation führen und der Bevölkerung ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Das friedliche Haus Europa kann nur mit, nicht gegen Russland erreicht werden. Deshalb Schluss mit NATO-Manövern an den Grenzen Russlands.

Auslandseinsätze beenden, für eine friedliche Außenpolitik

Seit den 1990er Jahren beteiligt sich Deutschland wieder an Kriegen und Militäreinsätzen. Die Bundeswehr wurde zu einer „Armee im Einsatz“, zur Sicherung von Rohstoffquellen, Absatzmärkten und Handelswegen. Die Regierungskoalition fordert sogar eine noch stärker militarisierte Außenpolitik.
Es wird immer wieder versucht, die parlamentarische Zustimmungspflicht für Auslandseinsätze aufzuweichen und Auslandseinsätze somit zu erleichtern. Wir fordern die sofortige Beendigung aller Auslandseinsätze. Die deutsche Außenpolitik sollte zivil, nicht militärisch sein.

Grenzen öffnen für Menschen - Grenzen schließen für Waffen

Deutschland ist einer der größten Waffenexporteure der Welt. Die deutschen Waffenexporte - auch an kriegführende autoritäre menschen-rechtsverletzende Staaten wie die Türkei, Saudi-Arabien und Katar - wurden entgegen aller Versprech-ungen nicht zurückgefahren. Die Aufrüstung von Kriegsparteien ver-schärft die Probleme. Sie können nur mit friedlichen Mitteln bei Einhaltung des Völkerrechtes und Achtung der Menschenrechte bewältigt werden.

Zivile Produktion statt Rüstungsexporte

Die Konversion von Rüstungs-produktion ist nötig, ebenso wie das Ende von militärischer Forschung an den Hochschulen. Rüstungsausgaben müssen drastisch reduziert und die eingesparten Rüstungsmilliarden für die Bildung, Gesundheit und soziale Sicherheit verwendet werden.

Friedensbildung statt Militarisierung

Die Bundeswehr wirbt verstärkt in Bildungseinrichtungen – nicht nur in Schulen, sogar schon in Kindergärten. Aber auch bei Ausbildungsmessen, in Arbeitsagenturen, in Medien und bei Volksfesten wird um Nachwuchs und für Zustimmung für die von ihr geführten Kriege geworben. Schluss mit der Werbung für Krieg und Militär!

Für eine Welt ohne Massenvernichtungswaffen

Atomare, biologische und chemische Waffen lehnen wir strikt ab, erst recht die vorgesehene Modernisierung der in Büchel in der Eifel stationierten Atomwaffen.

Gerechte Weltwirtschaftsordnung

Nur eine aktive Friedenspolitik gepaart mit fairem Welthandel kann Krieg und Elend vermeiden.

Von unserer Region geht Krieg aus

Das Friedensplenum Mannheim setzt sich für die Freigabe des 210 Hektar (das 5-fache des Luisenparks) großen Militärgeländes des Coleman-Areals in Mannheim-Sandhofen durch die US-Army ein. Man geht davon aus, dass dort 1.200 Militärfahrzeuge, darunter 250 Panzer, gelagert sind und für den militärischen Ernstfall einsatzbereit gewartet werden. Sie werden für einen möglichen Militäreinsatz in Osteuropa bereit gehalten und stehen in direktem Zusammenhang mit der Aufrüstung der NATO an der russischen Grenze. Die ständig in Schuss gehaltenen Panzer erhöhen die Kriegsgefahr.

Das Friedenplenum Mannheim spricht deshalb vom Coleman-Areal von einer „Drehscheibe für kommende Kriege.“

Wir treten ein für:

  • Beendigung aller Bundeswehreinsätze!
  • NATO-Osterweiterung stoppen!
  • Konflikte müssen mit politischen und zivile Mitteln gelöst werden.
  • Für den Stopp des Waffenhandels und der Entwicklung neuer Waffensysteme.
  • NATO und Militärapparate abrüsten, UNO für die friedliche Konfliktbearbeitung stärken.